Chor- und Orchesterkonzert zum 1. Advent - Chor- und Orchesterkonzert zum 1. Advent
Kantorei der Bergkirche Wiesbaden  
Veranstalter:
Kantorei der Bergkirche Wiesbaden , Lehrstraße 6, 65183 Wiesbaden, Deutschland
Tickets
Veranstaltungsinfos
Johann Sebastian Bach: Kantate 61 Nun komm, der Heiden Heiland
Johann Sebastian Bach: Kantate 36 Schwingt freudig euch empor
Arcangelo Corelli: Weihnachtskonzert
Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Viola solo
Die Bachkantaten 61 und 36 nähern sich der Adventszeit auf ganz unterschiedliche Weise: Nun komm, der Heiden Heiland, BWV 61 wird mit einer französischen Ouvertüre eröffnet. In festlich, majestätsvollem Gestus feiert die Musik die Ankunft des Königs. Anders ist der Charakter der später entstandenen Kantate Schwingt freudig euch empor, BWV 36. Bach komponierte sie ursprünglich als weltliche Glückwunschkantate und arbeitete sie später zu einer geistlichen Adventskantate um. Diese Kantate lebt von der Polarität der freudig-lobenden und der sehnsüchtig-bittenden Erwartung des Gottesohns auf Erden. Das Magnificat, der Lobgesang, den Maria anstimmt, nachdem sie erfahren hat, dass sie den Gottesssohn zur Welt bringen wird, gehört zum festen Bestandteil der Adventszeit. Antonio Vivaldi bringt den revolutionären Charakter mit kraftvollen, festlichen Chorpassagen und nachdenklichen Arien zum Ausdruck. Einen eindrucksvollen Kontrapunkt zum barocken Programm setzt die Sonate für Viola solo von Bernd Alois Zimmermann. Geht es in den Bach-Kantaten um das Thema der Ankunft, so thematisiert das Werk aus dem Jahr 1955 den Abschied. Kurz nach ihrer Geburt starb Zimmermanns Tochter Barbara. Die Musik zitiert den Choral Gelobet seist Du Jesu Christ, dass du Mensch geworden bist und trägt in Anlehnung an Alban Bergs Violinkonzert die Widmung: an den Gesang eines Engels.
Sonja Grevenbrock (Sopran)
Laura-Maria Püsch (Alt)
Erik Grevenbrock-Reinhardt (Tenor)
Petro-Pavlo Tkalenko (Bass)
Kantorei der Bergkirche
Barockorchester Capella Montana
Leitung: Christian Pfeifer
Johann Sebastian Bach: Kantate 36 Schwingt freudig euch empor
Arcangelo Corelli: Weihnachtskonzert
Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Viola solo
Die Bachkantaten 61 und 36 nähern sich der Adventszeit auf ganz unterschiedliche Weise: Nun komm, der Heiden Heiland, BWV 61 wird mit einer französischen Ouvertüre eröffnet. In festlich, majestätsvollem Gestus feiert die Musik die Ankunft des Königs. Anders ist der Charakter der später entstandenen Kantate Schwingt freudig euch empor, BWV 36. Bach komponierte sie ursprünglich als weltliche Glückwunschkantate und arbeitete sie später zu einer geistlichen Adventskantate um. Diese Kantate lebt von der Polarität der freudig-lobenden und der sehnsüchtig-bittenden Erwartung des Gottesohns auf Erden. Das Magnificat, der Lobgesang, den Maria anstimmt, nachdem sie erfahren hat, dass sie den Gottesssohn zur Welt bringen wird, gehört zum festen Bestandteil der Adventszeit. Antonio Vivaldi bringt den revolutionären Charakter mit kraftvollen, festlichen Chorpassagen und nachdenklichen Arien zum Ausdruck. Einen eindrucksvollen Kontrapunkt zum barocken Programm setzt die Sonate für Viola solo von Bernd Alois Zimmermann. Geht es in den Bach-Kantaten um das Thema der Ankunft, so thematisiert das Werk aus dem Jahr 1955 den Abschied. Kurz nach ihrer Geburt starb Zimmermanns Tochter Barbara. Die Musik zitiert den Choral Gelobet seist Du Jesu Christ, dass du Mensch geworden bist und trägt in Anlehnung an Alban Bergs Violinkonzert die Widmung: an den Gesang eines Engels.
Sonja Grevenbrock (Sopran)
Laura-Maria Püsch (Alt)
Erik Grevenbrock-Reinhardt (Tenor)
Petro-Pavlo Tkalenko (Bass)
Kantorei der Bergkirche
Barockorchester Capella Montana
Leitung: Christian Pfeifer
Ort der Veranstaltung
Mitten im historischen Zentrum Wiesbadens erhebt sich die Bergkirche und prägt mit ihrem spitzen Turm die Silhouette der Stadt. Die Kirche der zweitältesten evangelischen Gemeinde der hessischen Landeshauptstadt ist sogar deutschlandweit bekannt: Hier finden die Übertragungen des ZDF Fernsehgottesdienstes aus Wiesbaden statt.
Die Bergkirche, die ihren Namen dem Standort auf einem Plateau über dem historischen Fünfecks in Wiesbaden verdankt, wurde 1879 erbaut. Die neugotische Kirche präsentiert sie sich in ihrem Inneren als zentraler Raum, in dem Altar, Kanzel und Gemeinde eine Einheit bilden und nicht, wie bis dahin üblich, räumlich voneinander getrennt sind. Der Kirchenraum wird vom warmen, braun-roten Backstein dominiert, der eine gemütliche Atmosphäre schafft, und von schmiedeeisernen Leuchtern erhellt wird. Holzschnitzereien, Medaillons und Wandbilder der Evangelisten säumen die Wände ebenso wie die lebhafte Ausmalung in Form von Ornamenten oder Pflanzenmotiven. Die reiche künstlerische Ausstattung dieses Sakralraumes sollte die Stimmung der Gläubigen bessern und ein schützendes Umfeld bieten.
Seit jeher spielt die Kirchenmusik in der Bergkirche eine herausragende Rolle. Kernpunkt der intensiven Pflege der Kirchenmusik ist dabei die Kantorei, die mit ihren etwa 75 Sängerinnen und Sängern mehrere Konzerte jährlich gibt. Dabei orientiert sich das Repertoire nicht nur an klassischen Oratorien- und Chorliteratur, sondern beinhaltet auch neue, moderne Interpretationen. Die Orgel, die 1879 von der renommierten Manufaktur Walcker gefertigt wurde, spielt dabei natürlich eine große Rolle: Bei ihrem Umbau 1930 hat Albert Schweitzer mitgewirkt und dazu beigetragen, dass das Instrument heute mit seinem Barock anmutenden, vollen Klang die Bergkirche erfüllt.
Die Bergkirche, die ihren Namen dem Standort auf einem Plateau über dem historischen Fünfecks in Wiesbaden verdankt, wurde 1879 erbaut. Die neugotische Kirche präsentiert sie sich in ihrem Inneren als zentraler Raum, in dem Altar, Kanzel und Gemeinde eine Einheit bilden und nicht, wie bis dahin üblich, räumlich voneinander getrennt sind. Der Kirchenraum wird vom warmen, braun-roten Backstein dominiert, der eine gemütliche Atmosphäre schafft, und von schmiedeeisernen Leuchtern erhellt wird. Holzschnitzereien, Medaillons und Wandbilder der Evangelisten säumen die Wände ebenso wie die lebhafte Ausmalung in Form von Ornamenten oder Pflanzenmotiven. Die reiche künstlerische Ausstattung dieses Sakralraumes sollte die Stimmung der Gläubigen bessern und ein schützendes Umfeld bieten.
Seit jeher spielt die Kirchenmusik in der Bergkirche eine herausragende Rolle. Kernpunkt der intensiven Pflege der Kirchenmusik ist dabei die Kantorei, die mit ihren etwa 75 Sängerinnen und Sängern mehrere Konzerte jährlich gibt. Dabei orientiert sich das Repertoire nicht nur an klassischen Oratorien- und Chorliteratur, sondern beinhaltet auch neue, moderne Interpretationen. Die Orgel, die 1879 von der renommierten Manufaktur Walcker gefertigt wurde, spielt dabei natürlich eine große Rolle: Bei ihrem Umbau 1930 hat Albert Schweitzer mitgewirkt und dazu beigetragen, dass das Instrument heute mit seinem Barock anmutenden, vollen Klang die Bergkirche erfüllt.