Bild: CONNY BAUER & NILS WOGRAM

CONNY BAUER & NILS WOGRAM

Conny Bauer (Posaune), Nils Wogram (Posaune)  

Tzschirnerplatz 3-5
01067 Dresden

Tickets ab € 28,00 *
Veranstalter: JAZZCLUB TONNE e.V. , Tzschirnerplatz 3-5, 01067 Dresden, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

50 Jahre IG Jazz Dresden #2
Zwei Meisterposaunisten im außergewöhnlichen Klangdialog

Im März 2027 feiern wir das 50-jährige Jubiläum der IG Jazz Dresden. Mit der 1977 gegründeten Interessengemeinschaft begann die Geschichte der Tonne, denn nur vier Jahre später eröffneten diese Dresdner Jazzenthusiasten in den Kellergewölben des Kurländer Palais den ersten Jazzclub der DDR mit festen Räumlichkeiten. Anlässlich dieses Jubiläums wird es im Frühjahr 2027 eine Konzertreihe geben, die bedeutende Musiker auf die Tonne-Bühne zurückbringt, die schon vor Jahrzehnten maßstabsetzend für den Jazz hinterm eisernen Vorhang waren und seinerzeit das Programm der Tonne prägten.

Mit KONRAD "CONNY" BAUER und NILS WOGRAM begegnen sich zwei herausragende Posaunisten und Improvisationskünstler, die den Jazz in Deutschland über Jahrzehnte geprägt und die Möglichkeiten ihres Instruments immer wieder neu ausgelotet haben.
CONNY BAUER, eine Schlüsselfigur des ostdeutschen Free Jazz und Pionier der europäischen Improvisationsmusik, steht für radikale Spontaneität, intensive Klangforschung und eine ganz eigene, unverwechselbare Spielweise.
Nach Anfängen als autodidaktischer Rocksänger und Gitarrist absolvierte er in den 1960er-Jahren ein Posaunenstudium in Dresden. Er war Kernmitglied der wichtigsten DDR-Jazz-Ensembles wie dem wegweisenden Zentralquartett und der einzigartigen Posaunen-Gitarren-Formation Doppelmoppel.
Neben der Bandarbeit erlangte er vor allem durch seine völlig unvorbereiteten, solistischen Live-Konzerte und seine innovative Klangforschung internationale Berühmtheit und gilt als Pionier des europäischen Jazz. Für sein herausragendes Schaffen und seinen bleibenden Einfluss wurde er 2023 mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis, der bedeutendsten deutschen Jazz-Auszeichnung, geehrt.

NILS WOGRAM verbindet höchste Virtuosität mit einem ebenso eigenständigen Zugang zum Instrument und hat mit seinen mikrotonalen Experimenten die Sprache der Jazzposaune entscheidend erweitert.
Für sein wegweisendes Schaffen und sein Lebenswerk wurde er im Jahr 2013 mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis ausgezeichnet.
Er arbeitet konsequent in festen, langjährigen Ensembles, darunter sein renommiertes Quartett Root 70, das Hammondorgel-Trio Nostalgia sowie ein dynamisches Duo mit dem Gitarristen Joe Sachse.

Wenn CONNY BAUER & NILS WOGRAM aufeinandertreffen, treffen nicht nur zwei Generationen, sondern auch zwei höchst individuelle musikalische Welten aufeinander. Aus dem direkten Dialog der Posaunen entsteht ein freies, unmittelbar aus dem Moment heraus entwickeltes Zusammenspiel – mal fragil und fein, mal kraftvoll und eruptiv, stets offen für überraschende Wendungen.
Ein seltenes Zusammentreffen zweier Ausnahmemusiker, deren unterschiedliche Erfahrungen, Klangvorstellungen und improvisatorische Handschriften sich zu einem außergewöhnlich spannungsreichen Duo verbinden.

Ort der Veranstaltung

Der Jazzclub Tonne (kurz: "Die Tonne") ist einer der namhaftesten Jazzclubs der Bundesrepublik. Jährlich finden hier weit über 100 Live-Konzerte mit Musikern aus aller Welt statt - von hochtalentierten Nachwuchskünstlern bis hin zu nationalen und internationalen Stars aus Jazz, Soul, Funk, World Music und der Singer-Songwriterszene. Was Jazzpuristen beklagen mögen, ist hier Programm: das Ausloten des künstlerisch Möglichen in der gesamten Bandbreite des Jazz – mannigfaltige künstlerische Grenzüberschreitungen zum Rock, zum Pop, zur elektronischen Musik, etc. inbe­­­griffen.

Für ihr „herausragendes Livemusik-Programm“ wurde die Tonne mehrfach „von höchster Stelle“ ausgezeichnet – mit dem Spielstättenprogrammpreis "Applaus" der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Nur wenige Clubs in Deutschland bieten diese Atmosphäre: Im Zentrum von Dresden, direkt an der Elbe und in der Altstadt, liegt das Kurländer Palais. Ein historisches Bauwerk, dessen Keller schon von August dem Starken als Sitz der »Gesellschaft wider die Nüchternheit« genutzt wurde. 1981 begann hier die Tonne ihren regelmäßigen Spielbetrieb. Die Form des Gewölbes war namensgebend. Damals war es der Keller in einer Ruine. Nach der Rekonstruktion des Palais (2006 – 2009) hat die Tonne seit 2015 wieder ihr Domizil an diesem historischen Ort. Seitdem jazzt es hier wieder, es darf gerockt werden oder gejammt, es darf grooven oder einfach unter die Haut gehen. Qualität, Authentizität und Spielfreude bestimmen die Künstlerauswahl. Nicht das Alltägliche, sondern das Außergewöhnliche steht im Mittelpunkt. Und – das Erleben der Musik soll vor allem Spaß machen.
Jazzclub Tonne
Tzschirnerplatz 3-5
01067 Dresden