Bild: Hildebrandts Irrfahrt - von Bert Bresgen – Szenische Lesung

Hildebrandts Irrfahrt - von Bert Bresgen – Szenische Lesung

Ensemble Noctenytor  

Pfingstweidstrasse 2
60316 Frankfurt am Main

Tickets ab € 21,00 *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Kulturhaus Frankfurt - Die Katakombe e.V. gemeinnütziger Verein , Pfingstweidstr.2, 60316 Frankfurt, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Wie der Hanauer Jäger Hildebrandt auszog, die amerikanischen Rebellen zu bekämpfen, und dabei den Ozean kennenlernte

Szenische Lesung

250 Jahre ist es dieses Jahr her, dass sich die amerikanischen Kolonien von der britischen Krone lossagten. Gegen sie brachen tausende hessische Söldner auf – in einen Krieg, der nicht ihrer war, aber auch in eine Welt, die für die meisten von ihnen zuvor kaum vorstellbar gewesen wäre. Im Jubiläumsjahr, in dem das Verhältnis USA-Deutschland von einer Art „Seekrankheit auf festem Land" (Kafka) befallen scheint, blicken wir auf dieses Kapitel hessischer Geschichte zurück, das zwischen Handel und Aufbruch, zwischen Schönheit und Schrecken changierte.

Im Zentrum steht der real existierende Hanauer Jäger Hildebrandt, der mit seinem fiktiven Burschen Caspar 1776 die stürmische Atlantiküberquerung antritt. Für einen Mann aus der hessischen Provinz, der nie zuvor das Meer gesehen hat, wird die Überfahrt zur Erschütterung aller Gewissheiten: Stürme, ungewohnte, bedenkliche Sitten, ein Ozean, der größer ist als alles Vorstellbare – und mittendrin ein Tagebuch, das er unbeirrt weiterführt, um das Ungeheuerliche in Worte zu fassen. Historische Dokumente, Friedrich Schiller am Hanauer Hof, surreale Szenerien und schwarzer Humor verweben sich zu einem Abend, der komisch und bewegend zugleich davon erzählt, was diese Reise für Menschen bedeutete, die man als Söldner verkaufte – und die aufgrund dieses Verkaufs zugleich zum ersten Mal in ihrem Leben die Welt sahen. Der Autor Bert Bresgen hat dazu das Original-Tagebuch Hildebrandts und andere historische Zeugnisse ausgewertet, in Szenerien fortgeführt und zugleich verfremdet.

Autor: Bert Bresgen
Regie: Anna-Sophie Sattler
Mit: Eric Lenke, Arno Feltrini, Anja Becker,
Carine Chardon, Tim Rost, Dada Vecerin und anderen

Die szenische Lesung im Dezember ist zugleich ein erster Ausblick auf "Frankfort-Washington", ein groß angelegtes Theaterprojekt, das im März 2027 Premiere feiert und das Verhältnis zwischen Hessen und den USA über drei Zeitebenen hinweg neu erzählt – vom Engagement der Hessen im Unabhängigkeitskrieg über die Frankfurter Jahre der Lincoln-Witwe Mary bis in die amerikanische Geisterstadt „Frankfort, Washington“ am Rand des Pazifiks.

Ort der Veranstaltung

Das Kulturhaus Frankfurt ist ein Privattheater in Frankfurt am Main, das sich insbesondere durch seine zeitbezogenen, gesellschaftskritischen Stücke einen Namen gemacht hat. Ursprünglich als Frankfurter Kellertheater ins Leben gerufen, ist das Kulturhaus heutzutage aufgrund der schauspielerischen Qualität seines Ensembles und der intimen Atmosphäre beliebt.

Der Theatersaal des Kulturhauses ist in einem ehemaligen Kinosaal beheimatet und bietet durch seinen variablen Bühnen- und Zuschauerraum Platz für 100 bis 150 Gäste. Die 50 Quadratmeter große Spielfläche liegt ebenerdig, wobei die Sitzreihen ansteigend aufgebaut sind. So haben alle Besucherinnen und Besucher optimale Sicht auf das Theatergeschehen. Neben dem normalen Spielbetrieb widmet sich das Kulturhaus auch dem Kindertheater, das seit 1972 Bestandteil des Konzepts ist.

Das Kulturhaus liegt in der Nähe des Frankfurter Zoos und ist bequem mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar.
Kulturhaus Frankfurt
Pfingstweidstraße 2
60316 Frankfurt am Main