Bild: Wie die Westmusik ins Ostradio kam - Eine musikalische Lesung mit spannenden Hintergrund-Einblicken von Wolfgang Martin und Manuel Schmid von Stern Meißen

Wie die Westmusik ins Ostradio kam - Eine musikalische Lesung mit spannenden Hintergrund-Einblicken von Wolfgang Martin und Manuel Schmid von Stern Meißen

Schloßstraße 2
01067 Dresden

Tickets ab € 35,00 *
Veranstalter: DIE HERKULESKEULE GmbH , Schloßstr. 2, 01067 Dresden, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Wie die Westmusik ins Ostradio kam

Eine musikalische Lesung mit spannenden Hintergrund-Einblicken von Radio-Legende Wolfgang Martin und Manuel Schmid von Stern Meißen

Ja, es gab sie, die mitunter nicht ganz legalen Tricks, um auch im Ostradio Westmusik spielen zu können. Offiziell galt ja in der DDR die Regel, dass mindestens 60 Prozent einheimische Musik laufen müsse – aber pfiffige Radio-Redakteure und Moderatoren nutzten beispielsweise spezielle Sendungen mit Musik anderer sozialistischer Länder, um diese Quote zu umgehen, manchmal wurden auch Lieder einfach umdeklariert. Sogar heimlich in die DDR geschmuggelte Westplatten drehten sich mitunter auf den Plattentellern im Ostradiostudio … Als einer, der hautnah dabei war und so manche spannende Geschichte darüber zu erzählen weiß, wie die Westmusik ins Ostradio kam, ist der langjährige Musikredakteur Wolfgang Martin. Und deshalb hat er auch gleichmal ein Buch unter diesem Titel geschrieben – und geht gemeinsam mit dem Sänger und Keyboarder der Stern-Combo-Meißen, Manuel Schmid, auf musikalische Lesereise. Gemeinsam erzählen sie dann Geschichten, die hinter den Kulissen des Radiomachens stattfanden, sowie über Begegnungen und Interviews mit zahlreichen internationalen Musikern wie ABBA, David Bowie, Omega, Rio Reiser oder Czeslaw Niemen. Aber Wolfgang Martin war eben auch dabei, als tatsächlich eine eigenständige DDR-Pop- und Rockmusik-Szene entstand, die er hautnah bei deren ersten Rundfunk-Aufnahmen miterlebt und begleitet hat. Manuel Schmid singt und spielt dazu den Soundtrack für dieses Buch, mit Hits von Bob Dylan, den Doors und Bruce Springsteen sowie von Lift, Renft und natürlich seiner eigenen Band, der Stern-Combo.

Ort der Veranstaltung

Als das „Nonplusultra des Ostkabaretts“ wird die Herkuleskeule bezeichnet. Aber das Dresdner Kabarett-Theater ist natürlich längst eine gesamtdeutsche Satire-Institution, eine der wenigen, die sich noch wirkliches politisches Kabarett zutraut. Mit Ostblick, aber gerade für das mutige „Zwischendiestühlesetzen“ auch von „Wessis“ geliebt. Jeden Abend gibt’s im Kabarettkeller im Kulturpalast am Altmarkt bissige Satire, die bei aller Ernsthaftigkeit natürlich auch den Spaß nicht vergisst.

1961 gründete der Kabarettist Manfred Schubert das Theater als Berufskabarett. „Keine Witzbeschwerden“ war das erste Stück des Ensembles, das 1961 uraufgeführt wurde. Dass es ausgerechnet die Kellerräume der Ruine der Reformierten Kirche am Altmarkt waren, in denen das Kabarett dann sein Domizil hatte, passte: Denn reformieren, verändern wollten die Kabarettisten ja auch. Das kleine Land DDR … Das fanden „die da oben“ nicht immer gut, 1969 wurde ein politisches Programm des Kabaretts verboten. Manfred Schubert wurde vorübergehend zum „Nachsitzen“ auf die Parteischule geschickt – doch er holte für die Übergangszeit Wolfgang Schaller als Dramaturg und Autor nach Dresden. Manfred Schubert kam als Kabarett-Leiter zurück, und auch Schaller blieb. Zum Glück für die „Keule“ und das ostdeutsche Kabarett insgesamt. Denn Wolfgang Schaller und der Schriftsteller Peter Ensikat wurden das erfolgreichste Autoren-Duo des DDR-Kabaretts. Im saarländischen St. Ingbert trat die Herkuleskeule im Jahr 1987 zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland auf. Es wurde der große Durchbruch auch im Westen. Und der Erfolg der Herkuleskeule ist ungebrochen, denn seit 2017 spielt die „Keule“ im Kabarettkeller im Kulturpalast. Also wieder direkt am Altmarkt. Und das jeden Abend.

Vom Dresdner Hauptbahnhof aus bringt Sie die Straßenbahn in die unmittelbare Nähe der Herkuleskeule. Wer zu Fuß gehen möchte, ist in circa 20 Minuten vor Ort. Für Gäste, die mit dem PKW anreisen, stehen um die Location herum kostenpflichtige Parkhäuser zur Verfügung.
Herkuleskeule
Schloßstraße 2
01067 Dresden
Herkuleskeule